Panama Hut und Molas

Panama Hut und Molas

Warum Panama unbedingt eine Reise wert ist

Haben Sie schon einmal auf zwei atemberaubende Ozeane gleichzeitig hinabgeblickt, während eines Sonnenaufgangs? Nein? An einem wunderschönen Morgen in Panama ist dies möglich, wenn sie auf dem Gipfel des 3475 Meter hohen Barú stehen. Von dort aus haben Sie den Blick auf den Atlantik und auf den Pazifik. Panama, ein Staat in Mittelamerika, welcher im Westen an Costa Rica und im Osten an Kolumbien grenzt.

Panama ist wunderschön und besticht durch seine Vielfältigkeit. Ein entspanntes Lebensgefühl, unheimlich gastfreundliche Menschen und traumhafte Karibik-Inseln in kristallklarem Wasser – All das und noch viel mehr erwartet Sie auf einer Reise nach Panama.

Das Land nahe der Landbrücke zu Südamerika, ist auch ein sehr kulturelles Land mit vielen Traditionen. Was wir Ihnen da gerne als erstes vorstellen möchten, ist die Kultur der sog. Mola. Was sind Molas, fragen Sie sich jetzt wahrscheinlich. Hierbei handelt es sich um traditionelle Textilkunstwerke der Kuna-Indianer. Die Kunas leben sowohl vor der Küste Panamas als auch auf dem Festland.

Die Mola hat ihren Ursprung in der Körperbemalung und in Kontakt mit Stoffen, um diese dann zu bemalen, kamen die Kunas erst durch die Besiedelung der Spanier. Molas dienen häufig als „Lebendige Geschichtsbücher“ und als Vorlage dienen den Kunas traditionelle und geometrische Designs. Schwarz, orange oder weinrot sind die typischen Grundfarben einer Mola.

Panama Hut und der „Sombrero pintao“

Aber nicht nur die Mola gilt als eine traditionelle Kultur in Panama, auch der bekannte Panama Hut ist von großer Bedeutung für dieses faszinierende Volk. Der Panama Hut ist ein absolut beeindruckender Kopfschmuck. Hergestellt wird dieser geflochtene Hut aus dem sog. Toquillastroh. Das Wort „Toquilla“ stammt aus dem spanischen und der reale Herkunftsort des Panama Huts ist Ecuador.

Ein Großteil dieser Hüte entsteht jedoch nicht in riesengroßen Fabriken, sondern wird per Hand von den bekannten Hut-Webern persönlich gewoben. Oft ist es auch so, dass der jeweilige Hut-Weber selbst die Pflanzen kultiviert, um deren Blätter zu verwenden. Bei der Herstellung werden die Strünke des Toquillastrohs dann kurz in Wasser abgekocht und anschließend im Schatten zum Trocknen aufgehängt. Nach dem Trocknungsvorgang werden die Blätter von Hand und mit den Fingernägeln (oder einem speziellem Metallkamm) aufgefächert und die dünnen Fasern herausgezogen. Je dünner die Fasern, desto höher die Qualität des Hutes. Nun werden diese Fasern mit Schwefeldämpfen gebleicht und nach einem erneuten Trocknen gewoben. Der Hut-Weber beginnt immer von der „Kronenmitte“ her und verknüpft nun per Hand mehrere Fasern miteinander, wobei man bei der aufwendigen Herstellung auch noch wieder verschiedene Webarten unterscheidet.

Es gibt die klassische Variante, die Brisavariante, welche einem Diamanten-Muster gleicht, eine gehäkelte Version, eine „Fancy“ Version, wobei verschiedenfarbiges Stroh verwendet wird oder auch eine Webart die als „Twisted“ bezeichnet wird. Bei letzterer Webart entstehen keine Luftlöcher im Geflecht. Anschließend wird der Rohling durch großen Druck, Feuchtigkeit und Wärme in seine eigentliche Form gebracht. Eine sehr aufwendige und langwierige Aufgabe, aber für alle Beteiligten an diesem Werk, eine absolute Herzens-Aufgabe.

Der traditionelle Strohhut in Panama ist der „Sombrero pintao“ oder auch „Pintado“ mit dünnen schwarzen Linenmustern.

Panama ist nicht nur durch die atemberaubenden Landschaften, wie den tiefgrünen Dschungel, tolle Ausblicke oder die wunderschönen Karibikinseln eine Reise wert – Ein Besuch lohnt sich allein schon wegen der verschiedenen, faszinierenden und beeindruckenden Traditionen.